Archive für März 2010

1000 Km in Feelmax Niesa

Dieser Bericht über den Einsatz von Feelmax Niesa im Laufsport über 1000 Km wurde uns von unserem slowenischen Kollegen Marko Roblek zur Verfügung gestellt.
Marko ist mit diesen Schuhe mehrheitlich auf Asphalt gelaufen.

Hier sein Bericht:

I discovered Feelmax this year, early Spring. I knew right away, that I need a pair to test. First was Panka, model with an old sole and I did try it on the run couple of times. Feeling was different from anything that I wear so far, even Vibram FF. Feelmax was so much thiner, that I actually feel everything on the ground, even the small stones and peebles. When I read about new model Niesa, I want to have it. I finally did in May and fell in love almost instantly. From that moment on I did most of my running in my Niesa (one white pair and one black), except when I was running barefoot. I log more than 1000 km so far in Niesas and are by far my favourite running shoe ever.

Lately I tried Osma, new running model from Feelmax. It’s a bit heavier (120g comparing to Niesa that have only 90g each) and soles are thicker (2mm; Niesa have only 1mm sole). Believe it or not, at first I didn’t like Osma, because there have to thick sole and I didn’t feel as much as before in Niesa! But then I make a compromise with myself: Niesa for dry weather and rain, but when cold winter comes, then I will choose Osma. My winter season is saved :-)

And if you wonder how soles of Niesa looks like after 1000km (i admit, most of them on asphalt), here is the example:

Feelmax Niesa nach 1000 KM

Pretty scary, right? No, it’s not so bad as it looks like.  After all, it’s minimal footwear. And I will still use this pair on smooth surfaces sometimes…

Happy running!

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Mit Feelmax in der Wüste

Wir hatten jeweils ein Paar Feelmax LUOSMA und Feelmax OSMA auf unserer Wüstentour dabei. Auf die Stiefel KUUVA hatten wir verzichtet, da er wegen der Lochschnürung für unseren Einsatz zu kompliziert zum Anziehen ist.

Feelmax Luosma   Feelmax Osma

Wir testeten die Feelmax Schuhe im Januar 2010 auf einer Expedition die den Erg Murzuq im Südwesten Libyens zu Fuß durchquerte;
die Ausrüstung und vor allem die 1800 Liter mitzuführendes Wasser wurde von 25 Lastkamelen getragen.

Kameltrek

Die 12 Expeditionsteilnehmer wurden von vier Touaregs und einem obligatorischen libyschen Polizisten begleitet. Das Gebiet wurde bisher erst zweimal zu Fuß durchquert, die von unserer Expedition ewählte Route durch das nördliche, schwere Dünengebiet wurde noch nie zu Fuß begangen. Der Erg Murzuq ist eine reine Sandwüste mit bis zu 300 m hohenDünen.

Dünen

Er ist praktisch vegetationslos. Auf unserer gesamten Strecke gibt es keine Brunnen, der gesamte Wasservorrat mußte mitgeführt werden. Wir bewältigten in 15 Tagen eine Strecke von 249,3 km Luftlinie, bei Tagesetappen zwischen 10 km in schwerem Dünengelände, bis zu 26 km in langgezogenen Dünentälern, in denen der Boden meist ein fester, von Steinen durchsetzter Sand ist.
Die Tagesetappen wurden zur Schonung der schwerbeladenen Kamele ohne Mittagspause gelaufen. Die Temperaturen schwankten zwischen -3 Grad nachts bis +42 Grad mittags, was aber wegen des stetigen leichten Luftzugs und der geringen Luftfeuchtigkeit gut erträglich ist.

Das Barfußgehen in Sandwüsten hat großen Reiz, wegen des direkten Boden-Kontaktes in Verbindung mit dem fehlenden Gewicht von Trekkingstiefein oder speziellen Sandstiefeln. Es ist jedoch nicht ungefährlich wegen extrem stacheligen Vegetationsresten, wie Z.B. Akazienstacheln oder der “niederliegenden Sahara-Rose” deren 5ct-Stück große, dornige Fruchthüllen sich wie Kletten an den Schuhsohlen festhalten.

Sahararose

Auch ist die Gefahr auf giftige Insekten oder Schlangen zu stoßen durchaus gegeben. Auch durch die unvermeidliche Scher-Reibung zwischen Fußsohle und Sand ist die Gefahr von großflächigen Blasen auf der Fußsohle gegeben. Die Feelmax-Schuhe bieten sowohl gegen Insekten als auch gegen Blasen einen deutlichen Schutz, ermöglichen dem Fuß aber trotzdem ein deutliches Gefühl für den Boden.
Dies war für uns die Intention Feelmax-Schuhe in der Wüste zu testen.

Erste vorsichtige Tests auf festem Sand ergaben bei beiden Schuhen ein hervorragendes Tragegefühl. Da im Sand auch mit festen Schuhen der Fuß eher flach aufgesetzt wird, ist auch in der Gehtechnik kaum ein Unterschied feststellbar. Das Bild zeigt links den Sohlenabdruck eines konventionellen Stiefels und rechts vom Feelmax Luosma.

Vergleich Fußabdruck

Auch die Isolationswirkung gegen heißen oder kalten Sand ist vorzüglich.

Ich habe während der ganzen Expedition meine Feelmax LUOSMA als ,,Freizeitschuh” genutzt, vor allem abends, aber auch auf teilweise ausgedehnten Wanderungen rund ums Lager. Dabei stellte es sich leider heraus, daß die Füße leicht feucht werden, wenn der LUOSMA ohne Socken getragen wird.
Trotzdem war das Leichtgewicht LUOSMA nach den langen Etappen mit den schweren Stiefeln eine wohltuende Erholung für die Füße. Die Gummisohle bietet einen guten Schutz gegen die starken Stacheln der “niederliegenden Sahara-Rose”.

Sahararose am Schuh

Ich habe dem Schuh viel zugemutet: Strecken mit scharfkantigen Steinen hat er ebenso klaglos überstanden, wie Dünenauf- und -abstiege mit unterschenkeltiefem Weichsand und, nach der Expedition auf einem Abstecher ins Akakus-Gebirge, das Klettern im verwitterten Fels.

Akakus-Gebirge,

Stets hatte ich das Gefühl, daß der Fuß gut geschützt war und trotzdem hatte ich stets ein intensives Bodengefühl. Im Weichsand drang, bedingt durch seinen niederen
Schnitt ein bischen Sand in den Schuh ein, was aber dank seiner relativ guten Passform zumindestmich nicht wesentlich beeinflusste.

Anders allerdings beim OSMA: durch das Mesh des OSMA dringt jede Menge Weichsand in den Schuh ein, was dann zu DruckstelIen führte, der Schuh mußte oft ausgeleert werden. Auf festem Sand hingegen sind die Erfahrungen, wie beim LUOSMA sehr positiv. Das Leichtgewicht des OSMA war eine reine Erholung.

Wir können die Feelmax Schuhe sehr empfehlen als ,,Freizeitschuh” auf Wüstentouren zur Erholung der Füße nach Etappen mit schwererem Schuhwerk. Bei der Modellwahl ist ausreichend Augenmerkdarauf zu richten, daß z.B. durch das Mesh des OSMA zu viel Sand eindringt.
Sie eignen sich auch sehr gut für leichte Klettereien im für Wüsten typischen verwitterten oder durch den Wind glattgeschliffenen Fels. Stets vermitteln sie ein ungekannt intensives Gefühl für den Untergrund.

Wir werden die Feelmax Schuhe gern auch weiternutzen, sei es als Hütten- oder Hausschuhe oder auch bei trockenem Wetter für Spaziergänge in der Natur.
Ohne es ausprobiert zu haben, trauen wir den Schuhen nur einen geringen Schutz vor Nässe bei gleichzeitiger Kälte zu; wir werden deshalb die Spaziergänge aufs Frühjahr verschieben!
Der Klettverschluß des LUOSMA könnte ein bischen weiter aufgehen, damit sich der Schuh leichter anziehen läßt, insbesondere bei Füßen mit hohem Rist.

Zum Abschluß noch eine Anregung: Nach dem Gebrauch in der Wüste sind beide Schuhpaare vorallem innen mit feinstem Wüstensand verschmutzt, der sich weder durch Schütteln noch durch Klopfen entfernen läßt. Erst durch intensives Waschen lassen sich die Sandkörner entfernen. Beim LUOSMA ist die Innensohle nur im Vorderfuß verklebt, ansonsten ist sie offen, weshalb sich unter der Innensohle der Sand vermehrt festgesetzt hat.
Eine Waschanleitung im Schuhetikett wäre deshalb durchaus wünschenswert.

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